Ich habe heute eine wirklich tolle Nachricht für Sie. Anthropic, einer der führenden KI-Hersteller der Welt, hat entschieden, uns zu schützen.
Und ich meine das ernst.
Was Projekt Glasswing wirklich ist
Anthropic hat erkannt, dass das, was sie entwickelt haben, in den falschen Händen katastrophale Folgen haben könnte. Mit falschen Händen meinen sie natürlich Sie und mich. Also hat man beschlossen, es in die richtigen Hände zu geben. Nämlich amerikanische Großkonzerne - darunter Google, Microsoft, Amazon und Apple - die dem amerikanischen Präsidenten unterstehen. Das Modell heißt Claude Mythos Preview. Es findet Tausende von Zero-Day-Sicherheitslücken. Und wir kriegen es nicht.
Die neue Zwei-Klassen-Gesellschaft für KI
Man hat also beschlossen, das intelligenteste KI-Modell, das je entwickelt wurde, ausschließlich an ausgewählte Großunternehmen zu vergeben. Nicht an die Öffentlichkeit. Nicht an Entwickler. Nicht an Sie.
Das ist ein bisschen so, als würde jemand beim ersten Date sagen: Ich finde Sie so attraktiv, dass ich Sie nie wiedersehen möchte. Zum Glück gibt es Google und Microsoft, die es stattdessen kriegen. Die beiden. Die Firmen, die in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen haben, dass ihr einziges Interesse das Wohlbefinden ihrer Nutzer ist und ganz sicher nicht der Aktienkurs.
Claude Mythos Preview: zu gefährlich für Sie
Das Modell findet eigenständig Tausende von Sicherheitslücken in Software - Zero-Day-Schwachstellen, die vorher unbekannt waren. Anthropic hat entschieden, dass dieses Werkzeug ausschließlich in staatlich regulierten Umgebungen und bei ausgewählten Enterprise-Partnern eingesetzt werden darf. Die Begründung: In den falschen Händen könnte es zur mächtigsten Cyberwaffe der Geschichte werden.
Ihr Kontingent verschwindet jetzt schneller
Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr KI-Abo liefert weniger als noch im März - dann haben Sie Recht. Anthropic hat die Kontingent-Berechnung zu Stoßzeiten angepasst. Claude Code und agentenbasierte Workflows verbrauchen erheblich mehr Token als einfache Chat-Anfragen. Das führt dazu, dass Max-Abonnenten ihr Stundenkontingent in Minuten aufbrauchen können. Anthropic hat das offiziell bestätigt.
Reduzierte Denkfähigkeit ohne Ankündigung
Parallel dazu wurde die sogenannte "Extended Thinking"-Tiefe der Modelle angepasst - still und ohne großes Changelog. Wer mehr nachdenken will, braucht mehr Token. Wer mehr Token braucht, trifft das Limit schneller. Das nennt man Exklusivität. Oder wie es im Video heißt: Man bezahlt mehr für weniger.
Das Muster kennen wir schon
Die Intelligenz wird teurer, die Limits werden niedriger, und man soll trotzdem begeistert weitermachen. Es geht nicht darum, was Sie persönlich davon haben. Es geht darum, dass die großen Firmen dieser Welt Sie vor Ihrer eigenen Dummheit schützen. Das tun sie. Immer. Für Ihr Bestes. Und zufälligerweise verdienen sie dabei auch noch Geld.
Was das bedeutet
Ich für meinen Teil zahle gerne mehr für weniger, wenn ich weiß, dass die wirklich gefährlichen Sachen bei den richtigen Leuten gut aufgehoben sind. Die passen auf uns auf. Wie sie das immer getan haben.
Und das, meine Damen und Herren, reicht dann irgendwie.
Die wichtigste Erkenntnis
Die gefährlichste KI der Welt gehört den Konzernen, die sie bezahlen können. Alle anderen zahlen mehr für weniger - und sollen das als Schutzmaßnahme verstehen. Die Schlussfolgerung überlasse ich Ihnen.
Quellen
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Anthropic: Project Glasswing (offiziell)
Anthropics Initiative zur KI-gestützten Cybersicherheit mit Claude Mythos Preview - nur für ausgewählte Partner verfügbar:
anthropic.com - Project Glasswing -
VentureBeat: Anthropic says its most powerful AI cyber model is too dangerous to release publicly
Berichtet über die Entscheidung, Claude Mythos Preview nicht öffentlich zugänglich zu machen:
venturebeat.com - too dangerous to release -
The Hacker News: Anthropic's Claude Mythos Finds Thousands of Zero-Day Flaws
Dokumentiert die Fähigkeiten von Claude Mythos Preview und den eingeschränkten Zugang:
thehackernews.com - Claude Mythos Zero-Day -
PCWorld: Anthropic confirms it's been 'adjusting' Claude usage limits
Anthropic bestätigt offiziell die Anpassung der Nutzungslimits für Claude-Abonnenten:
pcworld.com - usage limits adjusted -
The Register: Anthropic tweaks Claude usage limits to manage capacity
Berichtet über die Hintergründe der Kontingent-Anpassungen zu Stoßzeiten:
theregister.com - tweaks usage limits -
DevClass: Anthropic admits Claude Code users hitting usage limits 'way faster than expected'
Anthropic-Ingenieur bestätigt: Nutzer treffen Limits deutlich schneller als vorgesehen:
devclass.com - usage limits faster than expected